Der immer noch anhaltende Innovationsschub, der mit der Einführung des Internets seinen Anfang nahm, scheint einem Ende zuzugehen. Einige Beobachter meinen, eine Reifungspause zu erkennen, wie sie wohl das Automobil seit seiner Erfindung einlegt. Die wirklich zukunftsträchtigen Neuentwicklungen seien in den Bereichen der Nanotechnologie, der Energietechnik oder auch in der Biologie zu erwarten. Viele sind da ganz anderer Ansicht. Es täte sich viel Neues, sowohl bei der Geschwindigkeit und Kapazität der Rechner als auch bei den Zubehörteilen. Hier sei der neueste Canon Drucker ein gutes Beispiel.
Ein großes Thema unter den Forschern ist in der IT-Branche die Nutzung von neuen Interfaces – eine Erneuerung der Kommunikation zwischen Mensch und Computer, eine Darstellungsweise der Daten, die nicht mehr dem traditionellen Prinzip der Zweidimensionalität anhängt, sondern neue Wege geht. In der Vergangenheit verständigte man sich mit dem Computer über die Tastatur und die Maus. Die schematischen Darstellungen auf dem Desktop sind zweidimensional. Man benutzt zum Erkennen und Bearbeiten der Datenmengen lediglich das visuelle Vermögen, in Verbindung mit ein wenig mechanischer Arbeit der Hand und Finger. Töne spielen nur eine untergeordnete Rolle. Ziel einer neuen Entwicklung in der IT-Branche soll es nun sein, bei der Datenverarbeitung möglichst alle Sinne des Users mit einzubeziehen, ihn wesentlich multipler einzubinden.
Es geht also um die Dreidimensionalität der Geschehnisse. Vom User ist ein wirkliches Umdenken gefordert, das ihm jedoch die Industrie leicht machen wird. Schon jetzt sind, mit bestimmten Spielkonsolen großer Hersteller, Interaktionen möglich, die sich vor zehn Jahren nie jemand hätte vorstellen können. Auch die Tablet PCs sind ein Schritt in diese Richtung. Während man vorher im Wesentlichen nach dem Mauszeigerprinzip gearbeitet hat – auch auf den Touchscreen-Interfaces – kommt nun zum Beispiel die bereits mit Kultstatus behaftete Spreizbewegung zur normalen Handhabung des Computers hinzu, auch das Wischen und Schieben sind ganz normale Bewegungen geworden. Die Veränderung der Interfaces zum Dreidimensionalen hin ist ein Weg, der und möglicherweise bald bevorstehen könnte.
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