Die ersten serienmäßig gebauten Autos wurden mit einem Vergaser ausgestattet. Mit seiner Hilfe konnte man dem flüssigen Treibstoff zusätzlich Luft zumischen um anschließend einen Unterdruck zu erzeugen, der das zündungsfähige Kraftstoff-Luftgemisch herstellen konnte. Da die Abgasnormen immer strenger wurden, mussten komplizierte Vergaser gebaut werden und irgendwann lohnte sich der Aufwand nicht mehr, denn die komplizierten Geräte waren störanfällig und teuer. Die Einspritzanlage übernahm die Arbeit des Vergasers und die Einführung des Katalysators begünstige ihren Vormarsch, da der Vergaser damit elektronisch gesteuert werden musste. Da die Gemischbildung von Luft und Treibstoff eine große Rolle beim Verbrauch spielt und eine Einspritzanlage die Mengen konstant besser dosieren kann lässt sich mit einer Einspritzanlage in der Tat auch Sprit sparen.
Man kann davon ausgehen, dass gegenüber Modellen mit Vergaser mehr als 15 % Treibstoff eingespart werden können und der Motor zugleich eine Leistungssteigerung von etwa 10 % erfährt. Doch neben diesem geldwerten Vorteil kann die Einspritzanlage noch weitere Pluspunkte erzielen. Durch den geringeren Verbrauch wird der Schadstoffausstoß verringert und auch das Kaltstartverhalten verbessert sich spürbar. Da die Elektronik die Gemisch-Steuerung übernimmt, kommt es nicht mehr zum für Vergasermotoren typischen „Verschlucken“. Das System kann zudem zwischen Voll- und Teillast unterscheiden und kann je nach Bedarf ein fettes oder mageres Gemisch einspritzen und so den Verbrauch zusätzlich senken. Moderne Fahrzeuge sind bereits seit etlichen Jahren mit einer Einspritzanlage ausgerüstet und nur noch ganz wenige Automodelle werden mit einem Vergaser ausgeliefert. Bei Motorrädern hat sich die Einspritzanlage inzwischen durchgesetzt, auch wenn es hier anfänglich mehr Widerstand aufgrund des anderen Fahrverhaltens gab.
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